Wie entstehen Psychopathen?

 

Ein Artikel von Clinton Callahan, den ich schätze, zum Thema Psychopathen hat mich veranlasst, eine Ergänzung zu schreiben.

Hier der Text über Psychopathen, auf den ich reagiert habe:

 

Und hier meine Ergänzung:

ich kenne und schätze Clinton Callahan, und was er über Psychopathen geschrieben hat, ist[nbsp] in Vielem richtig. ich möchte aber einen wichtigen Punkt ergänzen, den ich anders sehe: Soweit es sich bei der psychopathischen „Elite“ um wirkliche Menschen handelt, ist ihr psychopathisches Verhaltensmuster nicht „genetisch“ bedingt im Sinne von „umumkehrbar, angeboren“. Niemand von uns wird als Psychopath geboren, sondern wir werden dazu gemacht, und dieser Prozess ist auch umkehrbar.[nbsp] Psychopathen folgen einem verzweifelten Überlebensprogramm. Aus der Entwicklungspsychologie wissen wir genau, wie psychopathische Strukturen entstehen:[nbsp] Ein Psychopath ist ein Tyrann, jemand, der den natürlichen menschlichen Instinkt, Schwächere zu schützen, verloren hat, aber nicht durch einen genetischen Unfall.
Kinder, aus denen Psychopathen werden, haben früh in ihrem Leben selbst die Verantwortung für sich übernommen, weil sie vertrauensvolle Abhängigkeit von Elternfiguren als zu gefährlich und verletzend erlebt haben. Das ist vielen von uns so gegangen – aber wir sind nicht alle Psychopathen geworden.[nbsp] Dazu gehört noch etwas anderes: Psychopathen wollen nicht nur herrschen, weil sich das sicherer für sie anfühlt, sondern sie haben sich gepanzert, sie haben keinen Zugang zu ihren Gefühlen – denn Gefühle, gerade weiche Gefühle von Zärtlichkeit, Fürsorge, Begeisterung, Trauer, Angst, Scham, Reue, machen uns verletzlich. Wenn wir zu sehr und zu oft verletzt werden, schaltet das Gehirn zu unserem Schutz diese Gefühle ab. Überleben ist dann wichtiger als sein volles Potenzial auszuleben.
Ein Psychopath ist also jemand, der erstens das Bedürfnis hat, sich durch Dominanz Sicherheit zu schaffen, und der zweitens seelisch so sehr verletzt wurde, dass sein Gehirn, damit er überhaupt noch überleben kann,[nbsp] die weichen Gefühle abgeschaltet hat.
Ich schreibe dies nicht, damit wir in Mitleid mit der armen psychopathischen Machtelite verfallen, sondern weil dieser Zusammenhang – von Psychopathen – gnadenlos ausgenutzt wird. Alle Gehirnwäsche-Programme zur Heranzüchtung von psychopathisch-gefühllosen Werkzeugen rufen diese Gefühllosigkeit durch absichtliches Quälen schon im zarten Kindesalter hervor. Dies ist der Grund dafür, warum alle Diktaturen versuchen, Familienstrukturen entweder abzuschaffen oder die Eltern anzuleiten, mit ihren Kindern hart umzugehen. Das Buch „Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind“ aus der Nazizeit ist ein typisches Beispiel und hat sich verheerend auf unseren kollektiven Erziehungsstil ausgewirkt.
Es ist richtig, dass wir uns von den Psychopathen abwenden müssen. Aber damit nicht immer[nbsp] wieder Psychopathen nachwachsen, müssen wir mit unseren Kindern anders umgehen: Wir müssen ihnen ihre Gefühle erlauben und ihnen vorleben, ihre Gefühle auszudrücken.
Wie das im Alltag konkret aussieht, ist ein wichtiger Bestandteil meiner Kurse im Neufeldinstitut[nbsp] und es gibt auch ein Video des bekannten kanadischen Entwicklungspsychologen Professor Gordon Neufeld dazu, Live-Mitschnitt eines Seminars in Zürich Oktober 2014: Was tun mit den Gefühlen unserer Kinder?
Herzliche Grüße
Dagmar Neubronner

Der Text von Clinton Callahan wurde von Fritz Loindls lesenwertem Rundbrief verbreitet:

Am 16.12.2015 um 09:51 schrieb INITIATIVE Information – Natur – Gesellschaft
[nbsp]
Sehr geehrte Damen und Herren, Liebe Freunde
[nbsp]
Warum gibt es, egal wie viel intelligenter und guter Wille in der Welt existiert, so viel Krieg, Leid und Ungerechtigkeit? Es scheint keine Rolle zu spielen, welchen kreativen Plan, welche Ideologie, Religion oder Philosophie sich große Köpfe einfallen lassen, nichts scheint unser Los zu verbessern. Seit Anbruch der Zivilisation wiederholt sich dieses Muster wieder und wieder.
Oder, fast jeder, der bisher Teil einer Organisation, Verein, Unternehmen war, welche sich für Veränderung einsetzt, hat wahrscheinlich die gleiche Dynamik beobachten können: Die gute und aufrichtige Arbeit vieler kann durch die Aktivitäten eines Einzelnen zerstört werden. Warum ist das so ? Die (oder eine) Antwort lautet: Die Zivilisation, so wie wir sie kennen ist weitgehend das Werk von Psychopathen. Und wie können wir das lösen ?
Dies beleuchtet der heutige interessante Artikel.
[nbsp]
Liebe Grüße
Fritz Loindl
[nbsp]
Zitat zur Aussendung:
„Wir leben in einer Welt, die durch unglaublich kranke Leute bestimmt wird. Die Kluft zwischen dem was uns gesagt wird und dem was tatsächlich vor sich geht ist extrem.“ (David Icke)
[nbsp]
Hüte dich vor Psychopathen
[nbsp]

zurück

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.